Strahlungsbelastung: Europarat fordert Minimum statt bisheriger Grenzwerte

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"Wartet man zu lange auf weitergehende wissenschaftliche und klinische Nachweise, könnte das zu sehr hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten führen, wie es in der Vergangenheit bei Asbest, bleihaltigem Benzin und Tabak der Fall war", mahnt der Europarat im Zusammenhang mit einer einstimmig angenommenen Resolution zur ständig zunehmenden Belastung durch Elektromagnetische Strahlung, wie sie auch Hochspannungsleitungen verursachen.
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Alle erdenklichen Maßnahmen sollen ergriffen werden, um die Belastung durch elektromagnetische Felder zu reduzieren. Diese Aufforderung hat der Europarat an die Regierungen der Mitgliedsländer gerichtet. Dabei soll das Prinzip gelten, Belastungen "so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar" zu halten. Das gelte gerade dann, wenn wissenschaftlich Unsicherheiten über gesundheitliche Auswirkungen bestehen.

"Es könnte hier zu immens hohen menschlichen und wirtschaftlichen Folgekosten durch Untätigkeit führen, sollten Frühwarnungen und Vorsorge vernachlässigt werden", begründet die Resolution auch die Forderung, über den Standard entsprechender Grenzwerte hinauszugehen. Im Mittelpunkt der Resolution steht zwar hochfrequente Strahlung durch Mobilfunkanlagen, der Europarat nennt jedoch ausdrücklich auch Hochspannungsleitungen.

Erdkabel würde dem geforderten Vorsorgeprinzip entsprechen

Sowohl die Energie AG als auch der medizinische Amtssachverständige im behördlichen Bewilligungsverfahren hatten bisher stets darauf hingewiesen, dass elektromagnetische Felder der geplanten 110-kV-Freileitung zu gering seien, um Schaden anzurichten. "110 kV ade!" hat dagegen auf Grundlage der Leitungsdaten der Energie AG vorgerechnet, dass bei einzelnen Anwohnern der Vorsorgegrenzwert der Weltgesundheitsorganisation bereits erreicht würde.

Unbestritten ist, dass ein Erdkabel die Magnetfeldbelastung auf ein Minimum reduzieren würde. Seine technische Eignung ist gutachterlich bestätigt. Die vergleichsweise günstigen Mehrkosten wären für den einzelnen Stromkunden kaum bemerkbar. Dem einstimmigen Europaratsbeschluss könnte auch die Landesregierung in Linz Folge leisten: Sie kann als Mehrheitseigentümerin der Energie AG das Erdkabel unmissverständlich nahelegen.

Den Text der Resolution des Europarates gibt's im Anhang.

 

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Verfasst von 110kV ade am 16. August 2011 - 12:32
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