Lebensqualität ist mehr wert, als sie jemals bieten können

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Etliche 10.000 Euro sind im Einzelfall schon „drin“ für den Grundbesitzer, der jetzt – falls das Land die Freileitung in 1. Instanz genehmigen sollte – sein Land zur Verfügung stellt. Da ist er ganz klar der Gewinner, meint jedenfalls im ähnlichen Fall der umstrittenen Salzburgleitung der Netzbetreiber APG. Ein Trugschluss, ob nun im Land Salzburg oder hier…

Ist es ein Gewinn, wenn man auf Generationen erschwerte Mäh-, Ernte- und Holzarbeit in Kauf nehmen muss? Ist es ein Gewinn, wenn man sich in dauernder Nähe der Hochspannungsleitung unwohl fühlt, weil es ja vielleicht doch schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit gibt? Wenn Nachbarn, die kein Einspruchsrecht hatten, einem gram sind?

Ist es ein Gewinn, wenn man seinen Kindern und Enkeln die Möglichkeit nimmt, ihren Grund und Boden für ihre Region touristisch einzubringen? Ist es ein Gewinn, wenn man einmal fortziehen will (oder muss!) – doch niemand will dann ein Haus mit so einer Leitung vor der Nase? Oder wenn die Kinder da nicht bleiben wollen?

Die Antwort kann sich jeder selbst geben. Eins aber ist gewiss: Ein Gewinn für alle wäre die Alternative „Erdkabel“: Es schadet keinem, es funktioniert, und es ist bezahlbar. (Oder sind 69 Cent mehr Stromkosten pro Haushalt im Jahr vielleicht unzumutbar?)
Und ebenso gewiss ist, dass nur der eigentliche Gewinner, die Energie AG, sich ins Fäustchen lacht bei jedem, der seinen Grund für einen Bruchteil seines Wertes aus der Hand gibt.

(Grundgedanken aus einem Leserbrief von Doris Bernhofer an die Salzburger Nachrichten entnommen)

 

Verfasst von 110kV ade am 22. Januar 2012 - 21:12
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