An allen Fronten Bestätigung für das Erdkabel – nur nicht bei uns?

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Ruinöse Wertverluste – auch für die Volkswirtschaft– lassen sich durch Erdverkabelung von Hochspannungsleitungen völlig vermeiden. Das zeigt unter anderem ein Beispiel aus der Nähe der Hansestadt Hamburg.
Moderne Verlegetechniken eines Spezialunternehmens widerlegen eindrucksvoll die Scheinargumente gegen Erdkabel aus Politik und Stromwirtschaft. Felsiges Gelände, breite Gewässer, Biotope… solche Hindernisse überwindet das Erdkabel ohne unerwünschte "Nebenwirkungen".
Rückgrat bewies die Gemeindepolitik einmal mehr gegenüber der geplanten 380-kV-Salzburgleitung. Der Adneter Bürgermeister Wolfgang Auer (ÖVP) zum neuesten Vorstoß des Verbunds: "…ein unmoralisches Angebot, das wir natürlich ablehnen werden."
Mehr dazu – und zu einem neuen Wunder in der Schweiz – unter "Weiterlesen".

Foto: Vorher Landschaft, nachher auch – so wird ein 110-kV-Erdkabel eingepflügt. Was will man mehr?

• Dass Häuser und Grundstücke nicht mehr viel wert sind, wenn in ihrer Nähe eine Hochspannungsleitung hängt, ist bekannt. Als Entschädigungen bekommen die Eigentümer wenige Prozent des Verlusts. Wer sein Haus auch als Altersicherung betrachtet hat, kann diese "Zusatzpension" abschreiben. All das ist gutachterlich bestätigt. Doch die Stromversorgung muss ebenso wenig leiden, wie die Anrainer von Stromtrassen – wenn die Leitungen unter die Erde kommen. Gerade erst gelang es auf diese Weise, eine neue Wohnsiedlung, in der ansonsten Bauplätze unverkäuflich gewesen wären, zu retten. (Bericht im Salzburger Fenster)

• Für Landschafts- und Naturschutz sind Erdkabel die ideale Technik. Das Einpflügeverfahren, das zwischen Vorchdorf und Kirchdorf eingesetzt würde, ist vor allem für Grünland und ähnliches Gelände günstig. Doch auch ganze Hügel, Steilhänge und sensible Gewässer können mit erprobten Verfahren "unterwunden" (statt überwunden) werden. (Spannende Darstellung einer Spezialfirma mit eindrucksvollen Bildern.)

Karikatur SN.png• Ein echtes Lockangebot: 69.000 Euro pro Leitungskilometer für die Gemeindekasse von Adnet im Salzburgerland. Aber natürlich nicht umsonst. Die APG (Ex-"Verbund") wollte damit der Gemeinde den Schneid abkaufen. Die Politik sollte gegen den Willen der Bevölkerung "…im Gegenzug das Vorhaben der APG durch vertrauensbildende Maßnahmen positiv begleiten und bestmöglich unterstützen." So der Vertragsentwurf, den die (übrigens "schwarze") Gemeinde entrüstet zurückwies. Den seriösen Salzburger Nachrichten war dies einen ausführlichen Artikel und eine bissige Karikatur wert. 

 

 • Im Anhang (s. u.) gibt es zum Schluss noch einen Bericht aus der Schweiz. Dort legt der Netzbetreiber AXPO nach ewigen Auseinandersetzungen 19 km 110-kV-Leitung unter die Erde: "Da die Boden-Verkabelungstechnik in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht habe, die Kabelpreise massiv gesunken seien und mit Bodenkabeln bis 75% der Strom-Transportverluste eingespart werden könnten."

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AXPO wirft das Handtuch.doc57.5 KB
Offiz. Presseinfo der AXPO.pdf79.19 KB

 


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