"Öffentliche Interessen stehen der 110-kV-Freileitung entgegen."

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Diese Äußerung stammt nicht von der Energie AG. Doch im deutschen Bundesland Brandenburg ist so etwas möglich. Der dortige Netzbetreiber E.on edis hat diese Aussage von sich aus wegen der geänderten Rechtslage und der Umstände eines konkreten 110-kV-Leitungsprojekts getroffen. Das berichtet die Märkische Oderzeitung

HorstJordan.png"Deshalb haben wir die Freileitungsplanung eingestellt." gab E.on edis-Pressesprecher Horst Jordan (Foto) bekannt. Freude über die Entscheidung herrscht bei den betroffenen Gemeinden, vor allem aber bei der regionalen Bürgerinitiative. Erdkabelkämpfer Martin Hollants hält vor allem den langen Atem, mit dem der Freileitungsbau jahrelang verzögert wurde, für ausschlaggebend. Die Initiative hatte sich – ähnlich wie wir – auch mit dem Argument gewehrt, dass eine Freileitung Landschaftsschutz- und Naherholungsebiete zerstören würde. 

E.on edis ließ bereits im April mit der Mitteilung aufhorchen, sämtliche 110-kV-Freileitungspläne mit einer Gesamtlänge von 190 km seien auf Eis gelegt (wir berichteten). Seitdem prüft der Netzbetreiber technische Varianten für die Erdverkabelung – darunter auch solche, die die Energie AG aus angeblichen Kostengründen für völlig indiskutabel erklärt hatte. Nach Auskunft eines Netzverantwortlichen wird man in Brandenburg bis zu einer Gesamtlösung auch den Weg beschreiten, Erdkabelstrecken getrennt vom Freileitungsnetz zu betreiben. – Eine Flexibilität und Zielsttrebigkeit, von der man bei der Energie AG nur träumen kann… 

 


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