„Es ist auch der ... Bürgerbewegung zu verdanken, dass schließlich das Erdkabel den Vorzug vor der Freileitung erhielt"

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Offener Brief: Beenden wir doch den Streit!

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Sehr geehrte Mandatare im Nationalrat, im Oö. Landtag und in den Gemeinderäten!
Sehr geehrter Herr Dr. Windtner!
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

Stellen Sie sich vor: Generaldirektor Dr. Leo Windtner legt gemeinsam mit Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden und Vertretern der Bürgerinitiative den Grundstein für ein Umspannwerk des 110-kV-Erdkabels Kirchdorf - Vorchdorf. Er spricht dabei von einer großartigen Technik und dem Herzblut, das in dieses Vorhaben geflossen sei. Und Windtner dankt der Bürgerbewegung dafür, dass dem Erdkabel der Vorzug vor der Freileitung gegeben worden ist. Märchenhaft?

In Deutschland ist gestern genau so ein Märchen Wirklichkeit geworden. Lesen Sie aufmerksam die Pressemitteilung der OVAG (derzeit leider nicht verfügbar) oder den Bericht der Frankfurter Rundschau – und überlegen Sie bitte einen Augenblick: Vielleicht dauert der derzeitige Streit bei uns nicht zwei Jahrzehnte wie dort in Hessen. Aber lohnt es sich wirklich, noch lange Nerven, Zeit und Energie in eine unnötige Auseinandersetzung zu stecken? Lohnt sich die tiefe Verbitterung, das wachsende Misstrauen... von der verschandelten Landschaft ganz zu schweigen? Warum das alles, wenn es auch so glücklich enden könnte wie dort in Hessen?

Wir fordern die Energie AG auf: Machen Sie es so wie Ihre Kollegen in Deutschland. Beharren Sie nicht länger auf der Freileitung! Ändern Sie das eingereichte Projekt entsprechend um!

Wir fordern Sie auf, Herr Landeshauptmann: Bewegen Sie als Vertreter des Mehrheitseigentümers der Energie AG den Generaldierektor des Unternehmens dazu! Dr. Windtner hat gesagt: "Wenn die Politik diese Leitung nicht will, dann bauen wir sie nicht."

Wir fordern Sie auf, sehr geehrte Landesräte und Abgeordnete zum Oö. Landtag: Unterstützen Sie diesen Schritt.

Mit freundlichen Grüßen
Franziska Zimmer (Obfrau)
Michael Praschma (Schriftf.)

PS.: Für Techniker und Finanzmenschen: Ähnlich wie im Burgenland liegen auch hier die Kosten nicht weit weg von denen einer Freileitung: das zweisystemige Erdkabel der OVAG kostet inkl. Verlegung, Umspannwerk und Schaltstation kaum mehr als 1 Mio. Euro pro Kilometer. (Darstellung der OVAG im Anhang!)

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OVAG-110kV.pdf1.45 MB

Verfasst von 110kV ade am 20. August 2010 - 21:34
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