Energie AG droht Betroffenen, die weiter nur ein Erdkabel akzeptieren, mit „alter“ Trasse

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Empörung bei betroffenen Grundeigentümern: Ihnen wird die Pistole auf die Brust gesetzt. Vertreter der Energie AG haben in Gesprächen unverhohlen angekündigt, bereits besprochene Rücksichten auf unnötige Grundstücksbelastungen wieder zurückzunehmen, sollte weiterhin keine Bereitschaft zur Zustimmung für die Freileitung erkennbar sein.

Das Vorgehen der Energie AG kommt hart an einen Erpressungsversuch heran: Bei den Lokalaugenscheinen vor einem Jahr wurde in vielen Fällen Einvernehmen hergestellt, die geplante Leitungsführung abzuändern. Unnötige Nachteile für die Betroffenen sollten so reduziert werden.

Vertreter der Energie AG haben nun Grundeigentümern gegenüber einen Zusammenhang mit deren anhaltendem Widerstand gegen die Freileitung und der Möglichkeit hergestellt, zu älteren Trassenvarianten zurückzukehren. Dies berichteten Betroffene in den letzten Tagen. Der Eindruck war eindeutig: Wer sich weiterhin gegen die Freileitung wehrt, muss auf diese Weise mit nachteiligen Konsequenzen rechnen. Das bedeutet z.B. die Zurückverlegung der Leitung auf eine Trasse die den gesamten Grund geradlinig quert, statt wie vereinbart Rücksicht auf Flurgrenzen etc. zu nehmen.

NEU: In einer Stellungnahme gegenüber den OÖ Nachrichten behauptet die Energie AG, lediglich eine Bestätigungsunterschrift für die abgeänderte, also schonendere Leitungsführung erbeten zu haben. Von z.B. einem Scharnsteiner Betroffenen wird diese Darstellung jedoch ausdrücklich bestritten: Es sei klar um die generelle Zustimmung zur Freileitung auf seinem Grund gegangen.

Der im Februar erlassene Bescheid des Landes zur Freileitung hält eindeutig fest, dass auf Wünsche der Betroffenen nach geringfügigen Leitungsverschiebungen möglichst eingegangen werden soll und dass die Energie AG dies auch „mehrfach zugesagt“ hat. Allerdings bleibt dies im Einzelfall Entscheidung der Energie AG. Die Initiative „110 kV ade!“ fordert die Energie AG jetzt öffentlich auf, ab sofort jeden Versuch zu unterlassen, Betroffene unter Druck zu setzen. Das Unternehmen hat zu akzeptieren, dass es geschlossenen Widerstand mit legalen Mitteln gibt, um ein ökologisch sinnvolles und technisch vollwertiges Erdkabel statt der Freileitung durchzusetzen.

(Bericht in den Tips Gmunden im Anhang)
 

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Verfasst von 110kV ade am 18. April 2012 - 21:03
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