„Almtal als Musterregion für Alternativen!“

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(Fotos. Haijes. Zur Vergrößerung anklicken und 500 px wählen)

v.l.n.r.: Ortbauernobmann Johann Mayrhofer, DI Roland Drack, Franziska Zimmer, Michael Praschma (alle "110 kV ade!"), GV Christine Dietl (Vorchdorf), Bgm. Bettina Lancaster (Steinbach a.Z.), Vizebgm Paul Neuburger (Pettenbach) Bild rechts: F. Zimmer und M. Praschma vor einer Fotomontage der Freileitungstrasse zwischen Inzersdorf und Steinbach

Deutliche Stellungnahmen der Gemeinderäte von Vorchdorf, Inzersdorf, Schlierbach und Scharnstein fordern schon länger Alternativlösungen für die 110-kV-Freileitung zwischen Kirchdorf und Vorchdorf. Inhaltlich ähnliche Resolutionen liegen am 24. Juni auch den Gemeinderäten von Pettenbach und Steinbach a.Z. vor.

„Voraussichtlich einstimmig“ werde man in Steinbach entscheiden, so Bürgermeisterin Bettina Lancaster, die der Initiative „110 kV ade!“ für ihren Einsatz ausdrücklich dankte. Paul Neuburger, Vizebürgermeister aus Pettenbach, sieht Chancen, das Almtal als Musterregion für neue Wege der Energieversorgung zu entwickeln – alternativ zur Freileitung. Pettenbach sei bereit, gemeinsam mit den Nachbargemeinden entsprechende Konzepte zu entwickeln.

Das Ziel, Energie zu sparen verfolgt auch Vorchdorf. Christine Baumgartinger. Obfrau des Umweltausschusses und Initiatorin der örtlichen „Energiegruppe“, zitierte die Vorchdorfer Resolution, in der die Energie AG schon im März aufgefordert wurde, „vom beabsichtigten Projekt Abstand zu nehmen bzw. entsprechende Alternativpläne auszuarbeiten“.

„Erdkabel unbestritten möglich“

Eine ganze Reihe solcher Vorschläge hatte „110 kV ade!“ schon am 14. Juni vorgelegt. Ziel: Noch vor dem Bewilligungsverfahren sollen ökologischere Lösungen eine Chance bekommen. Auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Vertretern der Gemeindepolitik zitierte die Initiative zur Begründung Gerichtsentscheide sowie Aussagen von Energielandesrat Rudi Anschober selbst: „Wenn eine Freileitung beantragt ist, muss die Behörde ja oder nein zur Freileitung sagen und kann nicht sagen, wir ändern das Projekt ab...“

Eine der angedachten Lösungen wäre ein Erdkabel auf dem kürzesten Weg zwischen Kirchdorf und Vorchdorf. Bei Bedarf könnte eine kleinere 30-kV-Leitung ins Almtal davon abzweigen. Franziska Zimmer und Michael Praschma sowie weitere Sprecher der Initiative wollen sich jedenfalls nicht als Verhinderer bezeichnen lassen. Die ohnehin nötige Wende in der Energiepolitik dürfe nicht vor der eigenen Haustür Halt machen – und der Schutz wertvoller Naturlandschaften ließe sich sehr wohl mit einer sicheren Stromversorgung in Einklang bringen. Doch das Bewilligungsverfahren sei dafür nicht der geeignete Weg.

(Die vier bisherigen Resolutionen der Gemeinden gibt es im Anhang)
 

AnhangGröße
GR Resol. Vorchdorf.jpg703.87 KB
GR Resol. Scharnstein.doc152.5 KB
GR Resol. Inzersdorf.pdf44.69 KB
GR Resol. Schlierbach.pdf10.74 KB

Verfasst von 110kV ade am 18. Juni 2010 - 21:16
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